Der Böhmerwald Heimatbrief

Bayerischer Wald und Böhmerwald/Sumava – ein Service vom Böhmerwäldler Heimatkreis Prachatitz e .V.

Pumperle

Postkarte aus Pumperle

Pumperle
Gerichtsbezirk Wallern
2269 ha Fläche
1332 Einwohner (mit Hüblern Leimsgrub, Oberzassau, Schillerberg, Schlößlbachl, Wolfsgrub und 6 Einschichten) 
768 bis 902 m Seehöhe
Die Gemeinde Pumperle bildeten die nun folgenden Orte: Oberzassau, Schillerberg, Leimsgrub, Schlößlbachl, Pumperle, Wolfsgrub und Hüblern mit den dazugehörenden Einschichten.
Alle Orte entstanden im 18. Jahrhundert und sind durchwegs „Holzdörfer“. Ihre Bewohner lebten vorwiegend von der Landwirtschaft und vom Wald.
Oberzassau „halbgegenüber“ Böhmisch Röhren am Sulzberg und bot gute Fernsicht in drei Himmelsrichtungen.
Unterzassau zählte zur Marktgemeinde Kuschwarda. Ins „Bayerische Häusl“ war es von hier nur einen „Katzensprung“. Ein weiterer Fußweg verband die Länder Bayern und Böhmen. Heute sind die Häuser beiderseits der Grenze verschwunden oder verfallen; Ergebnis des „Eisernen Vorhanges“.
Schillerberg war wie Oberzassau eingepfarrt und eingeschult nach Böhmisch Röhren. Der Ort hatte zwei Hegerhäuser und ein Gasthaus mit Krämerei.
Schlößlbachl war mit Leimsgrub durch einen Wiesenweg verbunden. Beide Orte gehörten zur Pfarre und Schule nach Kuschwarda. Die Hampl-Säge hatte einen Jahreseinschnitt von ca. 8000 fm Nadel- und Buchenstammholz. Das Werk lieferte an die Großindustrie, Möbelfabriken und Spezialhölzer für Klavier- und Flugzeugbau. Kurz vor der Ortschaft haben sich der Wolfauerbach und der Kießbach zur „Grasigen Moldau“ vereinigt. Diese Wasserkraft war die Voraussetzung für die Entwicklung von zwei leistungsfähigen Sägewerken. Die Paulussäge versorgte den Markt Kuschwarda mit Elektrizität, die Hamplsäge betrieb in den 30er Jahren auch noch eine Mühle

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