Der Böhmerwald Heimatbrief

Bayerischer Wald und Böhmerwald/Sumava – ein Service vom Böhmerwäldler Heimatkreis Prachatitz e .V.

Guthausen

Guthausen

Guthausen
Gerichtsbezirk Wallern  
429 ha Fläche
523 Einwohner
740 m Seehöhe
Der Ort Guthausen verdankt seine Entstehung der Fürst Schwarzenberg’schen Herrschaft als Eigentümerin des ganzen Waldgebietes, die in der „Kramer Au“ Holzhauer ansiedelte.
Den Siedlern wurde soviel Grund zugewiesen, dass jeder zwei Melkkühe und ein „galtes Rind“ füttern konnte. Sie durften sich eine Wohnstube, eine Kammer, eine Küche, einen Viehstall und eine Scheuer bauen. Dafür hatte jeder Siedler 1 Gulden und 20 Kreuzer halbjährlich im voraus zu zahlen, 20 Handrobottage zu leisten und zu einem bestimmten Tarif 100 Klafter Holz zu schlagen. Weiter hatten sie längs des Tusseter Waldes einen drei Schuh breiten Graben unentgeltlich auszuheben. Als Hutweide standen ihnen 126 Strich Grund zur Verfügung. Die ersten zwei Jahre waren sie von sämtlichen Abgaben befreit.
Sie bauten ihre Häuser in einer langen Reihe am Fuße des 1065 m hohen kegelförmigen Tussetberges. Nach und nach legten sie sich entlang der Häuser einen Weg an, den sie zur Straße erweiterten, die sie im Westen mit der Bezirksstraße Wallern–Böhmisch Röhren, im Südosten mit der Bahnstation, dem Schwarzen Kreuz und Humwald verband.
Bis zum Jahre 1945 vermehrten sich die Häuser auf 78, von denen auch einige auf der ursprünglich unbebauten Straßenseite standen.

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