Der Landkreis Prachatitz im Überblick


Karte des Landkreis Prachatitz nach der Vetreibung 1946

Der Landkreis Prachatitz grenzte an Bayern, die Kreise Krummau und Bergreichenstein und an die tschechische Sprachgrenze. Er bestand aus den Städten Prachatitz, Wallern und Winterberg, sowie aus 2 Märkten und 38 Dorfgemeinden. Das Gebiet umfasste über 700 km² und zählte fast 39.000 Einwohner.
Die deutschen Ortsnamen mussten nach Kriegsende neuen tschechischen Bezeichnungen weichen. Hier finden Sie eine Liste der ehemaligen deutschen Namen und ihre heutigen tschechischen Entsprechungen.

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Federzeichung von Joseph Wießner „Prachatitz um 1620“ als Postkarte

Die Stadt Prachatitz
Die Kreisstadt Prachatitz war Schul-, Beamten- und Garnisonsstadt. Es gab ein Gymnasium, eine Lehrerbildungsanstalt, Landrats- und Finanzamt, ein Krankenhaus sowie das Kurbad St. Margarethenbad. Industriebetriebe waren selten (Fa. Jungbauer, Holzverarbeitung und 2 Druckereien).

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Historische Aufnahme der Stadt Wallern

Die Stadt Wallern
Die Stadt Wallern ist aus „Säumerfahrt und Säumerrast entstanden“ (Hans Watzlik). Seine Bedeutung hing also auch mit dem „Goldenen Steig“ zusammen.
1359 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt Wallern als Knotenpunkt wichtiger Wege bereits vor 1420 das Marktrecht und die eigene Gerichtsbarkeit. Im Jahr 1871 erfolgte die formale Stadterhebung.

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Die Stadt Winterberg

Die Stadt Winterberg
Die Stadt Winterberg war eine ausgesprochene Industriestadt, die in einer Urkunde von 1264 erstmalig erwähnt wurde. Im ältesten Buchdruckerort Böhmens genoss vor allem die Fa. Steinbrener als größte Gebetbuch- und Kalenderfabrik Europas weltweites Ansehen.
Neben Elfenbeinschnitzereien, Bau- und Möbelschreinereien waren es auch Glasschleifereien, die ebenfalls Weltruf genossen.

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Außergefild

Außergefild
Gerichtsbezirk Winterberg

3132 ha Fläche 

1120 Einwohner (mit Franzensthal, Grafenhütte, Hoidenhäuser, Waldhäuser, 
Wiederbruck und Wilhelmswald)

1058 m Seehöhe
Bekannt wurde Außergefild durch eine hochspezialisierte Holzindustrie, die Resonanzhölzer für den Musikinstrumentenbau herstellte.

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Böhmisch Röhren

Böhmisch Röhren
Gerichtsbezirk Wallern

4218 ha Fläche

1229 Einwohner (mit Brand, Jägerstraße, Schönberg und Steinköpfl) 

930 m Seehöhe
Böhmisch Röhren entstand am „Goldenen Steig“, jenem wichtigen Handels- und Salzweg, der von Passau über die Berge und Täler des Böhmerwaldes nach Böhmen führte.

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Brenntenberg

Brenntenberg
Gerichtsbezirk Prachatitz

479 ha Fläche

556 Einwohner

847 m Seehöhe
Brenntenberg ist eine weiträumige Streusiedlung mit vielen Ortsteilen. Zwei Mühlen, Säge, Hammerschmiede, Ziegelei, Handwerker hatten ihr Auskommen.

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Buchwald

Buchwald
Gerichtsbezirk Winterberg 

1385 ha Fläche

320 Einwohner (mit Hüttl und Mühlreut) 

1080 m Seehöhe
Buchwald ist die höchstgelegene Ortschaft im Böhmerwald. Von Buchwald in nordwestlicher Richtung, am Fuße des Schwarzberges, unweit der bayerisch-böhmischen Grenze, entspringt die Moldau.

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Chrobold

Chrobold
Gerichtsbezirk Prachatitz

1164 ha Fläche

741 Einwohner (mit Goldbach-Bhf., Hirschberg, Muckenhof-Kp., Luzerier und einer Einschichte) 
772 m Seehöhe
Chrobold war Gemeindesitz und Pfarrdorf.

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Eleonorenhain

Eleonorenhain
Gerichtsbezirk Winterberg, zur Gemeinde Obermoldau gehörend

746 Einwohner

732 m Seehöhe
Als letzte Ortschaft im Gerichtsbezirk Winterberg wurde 1834 vom Glasfabrikanten Johann Meyr Eleonorenhain gegründet.

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Ferchenhaid

Ferchenhaid
Gerichtsbezirk Winterberg, 
zur Gemeinde Neugebäu gehörend

351 Einwohner

Seehöhe 903 m
Ferchenhaid, 1750 entstanden, wurde in der Nachkriegszeit, während des „Eisernen Vorhanges“ größtenteils von Slowaken und Zigeunern bevölkert, die im Forstdienst zur Arbeit herangezogen wurden.

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Postkarte aus Frauenthal

Frauenthal
Gerichtsbezirk Prachatitz 

905 ha Fläche

389 Einwohner
(mit Klenowitz und Pleschen) 
693 bis 736 m Seehöhe
Hart an der Sprachgrenze liegt am langgezogenen Berghang das Pfarrdorf Frauenthal. Der Pfarramtsbereich ging über die Sprachgrenze hinaus.

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Fürstenhut

Fürstenhut
Gerichtsbezirk Winterberg

1197 ha Fläche

494 Einwohner (mit Dreihäuser) 

1045 m Seehöhe
Fürstenhut wurde 1792 gegründet und liegt an der Straße zwischen Buchwald und Ferchenhaid. Nordwestlich befindet sich der 1314 m hohe Schwarzberg und nördlich des Ortes erhebt sich der 1259 m hohe Tafelberg.

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Guthausen

Guthausen
Gerichtsbezirk Wallern  

429 ha Fläche

523 Einwohner

740 m Seehöhe
Der Ort Guthausen verdankt seine Entstehung der Fürst Schwarzenberg’schen Herrschaft als Eigentümerin des ganzen Waldgebietes, die in der „Kramer Au“ Holzhauer ansiedelte.

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Humwald

Humwald
Gerichtsbezirk Wallern

794 ha Fläche

612 Einwohner (mit Jodlhäuser)

780 m Seehöhe
Von Wallern her führt die Straße durch dieses Bauerndorf „in’s Unterland“.
Nach dem großen Brand 1927 wurden die Höfe in großer Gemeinschaftshilfe der näheren und weiteren Umgebung wieder aufgebaut.

Postkarte aus Kaltenbach

Kaltenbach
Gerichtsbezirk Winterberg

2313 ha Fläche

1442 Einwohner

1000 m Seehöhe
Das Dorf Kaltenbach befand sich auf dem Gebiet der früheren Herrschaft Groß-Zdikau, welche sich vom Quellgebiet der Moldau nach Nordosten erstreckte und die Gemeinden Buchwald, Außergefild, Kaltenbach und Groß-Zdikau einschloß.

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Kuschwarda

Kuschwarda
Gerichtsbezirk Winterberg 

1007 ha Fläche

913 Einwohner (mit Vorder-Scheureck, Hinter-Scheureck und Unterzassau)

834 bis 1030 m Seehöhe
Marktgemeinde

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Oberhaid

Oberhaid
Gerichtsbezirk Prachatitz

1548 ha Fläche

870 Einwohner (mit Plahetschlag, 2 Weilern und 2 Einschichten)

796 m Seehöhe
Sowohl Pfarrort für viele umliegende Ortschaften als auch eine Rundsiedlung mit rein bäuerlichem Gepräge.

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Obermoldau

Obermoldau
Gerichtsbezirk Winterberg

7083 ha Fläche

2661 Einwohner

813 m Seehöhe
Eingemeindet waren die Orte Adlerhütte, Birkenhaid, Eichelhäuser, Eleonorenhain, Filz, Grantel, Kapellen, Kubohütten, Mitterberg, Rabenhütte, Röhrenberg, Schattawa, Spitzenberg und eine Einschichte.

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Postkarte aus Oberschlag

Oberschlag
Gerichtsbezirk Prachatitz 

1446 ha Fläche

589 Einwohner (mit Schneiderschlag, 7 Weilern und 4 Einschichten)
819 bis 1028 m Seehöhe
Oberschlag wird urkundlich erstmals 1359 genannt, lag zwischen Hochstein und Viehberg unter dem Schutz des Höhenzuges Schreiner, Soloberg und Kubani.

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Postkarte aus Pumperle

Pumperle
Gerichtsbezirk Wallern

2269 ha Fläche

1332 Einwohner (mit Hüblern Leimsgrub, Oberzassau, Schillerberg, Schlößlbachl, Wolfsgrub und 6 Einschichten) 

768 bis 902 m Seehöhe
Die Gemeinde Pumperle bildeten die nun folgenden Orte: Oberzassau, Schillerberg, Leimsgrub, Schlößlbachl, Pumperle, Wolfsgrub und Hüblern mit den dazugehörenden Einschichten.

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Postkarte aus Rabitz

Rabitz
Gerichtsbezirk Winterberg

1736 ha Fläche

711 Einwohner
Eingemeindet waren die Orte Kresane, Modlenitz, Zeislitz, 4 Siedlungen und 9 Einschichten. Die Gemeinde Rabitz, eingepfarrt nach Winterberg, zählte 1939 177 Haushalte.

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Sablat

Sablat
Gerichtsbezirk Prachatitz

249 ha Fläche

422 Einwohner (mit einer Einschichte)
590 m Seehöhe
Sablat wird erstmalig in einer Urkunde vom 6. Januar 1336 unter dem Namen „Villa Zablate“ genannt und 1337 von König Johann die Fontine (Goldbergwerk) an die Peter von Rosenberg verpfändet.

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Tusset

Tusset
Gerichtsbezirk Wallern
5238 ha Fläche

678 Einwohner 
(mit Neuthal und 3 Siedlungen
765 bis 815 m Seehöhe

Dieser Ort entstand im Waldgebiet an der Kalten Moldau.
Tusset war Gemeindesitz und Forstverwaltung. Seit 1854 Resonanzholzfabrik, 1910 Bahnhof.

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Postkarte aus Zaborsch

Zaborsch
Gerichtsbezirk Prachatitz

1115 ha Fläche

273 Einwohner 
(mit Pschislop und 3 Einschichten)

780 m Seehöhe
An der Kreisstraße Prachatitz – Krummau gelegen, schließt Zaborsch mit seinem Gemeindebereich den Landkreis Prachatitz nach Osten hin ab.

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Die Moldauquelle

Die Moldauquelle