Wirtschaftsehrung für die Eheleute Edith und Alois Berger

Von Edmund Schiefer
Alle Fotos von Hildegard Schuster – Pressestelle Sudetendeutsche Landsmannschaft.
aus BHB Nr. 1 vom Januar 2016

Am Samstag, den 14. November, lud der Heimatkreis Prachatitz, die Sudetendeutsche Landsmannschaft und das Bayerische Wirtschaftsministerium zusammen mit der Familie Berger zu einem Festakt ins Gästerefektorium des Benediktiner Klosters nach Ottobeuren ein. In Anerkennung ihrer Verdienste um den Aufbau unserer Wirtschaft wurde der Familie Berger an diesem Tag die Ehrenurkunde des Bundesverbandes der Sudetendeutschen Landsmannschaft mit Zustimmung der Bayerischen Staatsministerin für Wirtschaft und Medien Energie und Technologie überreicht.

Bereits beim Sektempfang im Foyer konnten sich die 60 geladenen Gäste kennenlernen. Pünktlich um 10.00 Uhr begrüßte Hochwürden, Herr Pfarrer Bruno Nowotny aus Memmingen, die Gäste und wandte sich mit sehr persönlichen Worten an das Ehepaar Berger. Bruno Nowotny, geboren in Kaltenbach und Alois Berger, geboren in Passeken, waren in der alten Heimat ja so etwas wie Nachbarn. Er berichtete, dass die Familie Berger im Böhmerwald schon damals eine fleißige Familie war. Mit diesen freundschaftlichen Worten leitete Pfarrer Nowotny die Ehrung ein.

Von links: Christoph Lippert und Frau, Franz Pschierer, Edith und Alois Berger.

Als erster Redner trat der Landrat des Landkreises Unterallgäu ans Rednerpult. Hans Joachim Weirather betonte, dass ohne so gute Unternehmer wie die Familie Berger, die mit viel Geschick und Weitsicht ihr Unternehmen führen, der Landkreis wirtschaftlich bei weitem nicht so gut da stehen würde. Die Familie Berger und jetzt auch ihre 7 Kinder formen das Unternehmen weiter und bauen es weltweit aus. Sehr gute Arbeitsplätze entstehen und viele Tausende von Familien und Zulieferern profitieren davon. Danach sprach der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Franz Josef Pschierer. Er überbrachte die Grüße von Ministerin Ilse Aigner und war ebenfalls voll des Lobes für das Unternehmerehepaar Berger. Pschierer, selbst ein Sohn eines Heimatvertriebenen aus dem Egerland, berichtete über den Start seines eigenen Vaters in der neuen Heimat in Schwaben. Durch diese Erfahrungen seiner Eltern konnte er gut nachvollziehen, wie mühsam und arbeitsreich der Start des Unternehmens Berger in einer so schwierigen Zeit zu bewerkstelligen war. °Eine Familie gründen, 7 Kindern das Leben schenken und aufziehen, einen Konzern, die Berger Holding aufbauen und auf verschiedenen Kontinenten agieren – wie ist das alles überhaupt machbar“, fragte der Staatsekretär. Herr Pschierer dankte für das Wirtschaftsministerium für diese große Aufbauleistung und wünschte der großen Unternehmerfamilie weiterhin viel Erfolg auf dem Weltmarkt.

Die Laudatio für die beiden Preisträger hielt in Vertretung von Karl Swihota der dritte Vorsitzende vom Heimatkreis Prachatitz, Dr. Gernot Peter aus Wien. Extra nach Ottobeuren angereist, beglückwünschte er die Eheleute zu dieser hohen und seltenen Auszeichnung. Seine Ansprache ist in einem eigenen Abschnitt in diesem Heft nach zu lesen. Die Überreichung der Urkunde übernahm dann der Bundesgeschäftsführer der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Herr Christoph Lippert. Er würdigte die Bergers aber nicht nur mit Worten, sondern stimmte zur Überraschung aller Anwesenden zusammen mit seiner lieben Frau zu den Klängen einer Bläsergruppe der Ottobeurer Musikkapelle das Wulda-Lied an. Am Ende der offiziellen Veranstaltung bedankte sich Herr Alois Berger, auch im Namen seiner Frau, mit Persönlichen Worten. Mit ein paar Sätzen und Erzählungen aus dem Böhmerwald, der Vertreibung und dem Neuanfang in Schwaben wurde allen, die an dieser Veranstaltung teilnehmen durften, klar, warum die Familie Berger überall so beliebt ist. Es war eine Freude, seinen lebendigen Worten zu folgen und die vielen, auch lustigen Erinnerungen, aufzunehmen. Wer diesen Mann beim Singen des Böhmerwaldliedes beobachtete, der spürte etwas von der Heimatliebe, die viele Heimatvertriebene auch heute noch in ihrem Herzen tragen. Solche Menschen, die ohne Groll und ohne Hass über erduldetes Unrecht, aber mit sehr viel Leistung und Ideen den Ungerechtigkeiten dieser Welt begegnen, sind für unsere Nachkommen ein großes Vorbild. Über die zweifellos beispielhafte Berger Stiftung für Menschen in Afrika werden wir noch gesondert berichten.

Zum Abschluss der Feierstunde lud die Familie noch zu einem Essen für alle anwesenden Gäste. Ein herzlicher Dank dafür an die Familie Berger aus Ottobeuren.

Edmund Schiefer


Laudatio für die beiten Preisträger

Von Dr. Gernot Peter aus Wien

Sehr geehrte Ehrengäste und Teilnehmer an dieser Feierstunde im schönen Benediktinerkloster Ottobeuren, sehr geehrte Damen und Herren aus der Politik, lieber Herr Pfarrer Nowotny, liebe Freunde vom Heimatkeis Prachatitz, sehr geehrte Frau Berger, sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrte Angehörige der Familie Berger!

Ich freue mich über die Gelegenheit, heute vor Ihnen sprechen zu dürfen. Wie Sie sicher schon hören konnten, komme ich aus Österreich, aus der schönen Wachau, ich spreche hier im Namen des Heimatkreises Prachatitz und auch als Obmann des Böhmerwaldmuseums in Wien.
Zunächst danke ich meinen Vorrednern, Herrn Pfarrer Nowotny, Herrn Landrat Weirather und Herrn Staatssekretär Pschierer herzlich für Ihre Begrüßungsworte!
Ich darf gleich mit einer Frage beginnen: Was ist eigentlich eine Passeke? Eine „Pass-Ecke“? Nein, es hat nichts mit Fußball zu tun. Das Wort stammt aus dem Tschechischen und bedeutet so viel wie „Weide“ oder „Rodung“ oder „Lichtung“. Ein Pasekař ist demnach ein Pächter oder Besitzer von solchen Gebirgsweiden.
Wie kann man einen Ort also besser bezeichnen als „Passeken“, eine kleine Rodungsfläche mitten im tiefsten Böhmerwald, nahe am Grenzkamm und unweit der bayerisch-böhmischen Grenze, in der Nähe des ehemaligen goldenen Steigs, eines uralten Handelswegs und nur wenige Kilometer von der Moldauquelle entfernt?

Dr. Gernot Peter

Eine Gegend, wie sie entlegener nicht sein konnte und in ihrer Naturschönheit beeindruckend bis zum heutigen Tag. Was hat wohl die ersten Siedler bewogen, die den kleinen Ort Passeken begründet haben, eine solche Herausforderung anzunehmen? War es wirtschaftliche Not? War es die Möglichkeit auf ein besseres Leben, die Hoffnung auf ein wenig sozialen Aufstieg? Passeken wurde um 1750 als Schwarzenberg’sche Siedlung gemeinsam mit einigen umliegenden Orten gegründet, um den Waldreichtum nach dem Bau der Schwemmkanäle auch wirtschaftlich nutzen zu können. Die Bedingungen der Grundherrschaft waren streng, die persönlichen Freiheiten gering. Zuerst musste der Urwald gerodet werden, die Wurzelstöcke und Steine mussten ausgegraben und mühevoll Weideflächen angelegt werden. Denn Feldwirtschaft war im harten Böhmerwaldklima kaum möglich, bis auf Rüben und Kartoffeln wuchs praktisch nichts, und selbst die vielbeschriebenen Erdäpfel mussten oftmals im Oktober aus dem Schnee ausgegraben werden.
Das Leben war bestimmt vom täglichen Überlebenskampf, der Hunger war ständiger Begleiter, die Bildungsmöglichkeiten waren gering und die gesundheitliche Versorgung praktisch nicht vorhanden. Schon nach einigen Jahrzehnten mussten die vielen überzähligen Kinder wieder auswandern, da der karge Boden nicht alle ernähren konnte. Die Böhmerwäldler dieser Gegend gingen in die nordböhmischen Industriegebiete, sie zogen in die Gegend um Mannheim, wo es Arbeit gab, sie wagten den weiten Weg nach Nordamerika und gingen zu Fuß in die Bukowina, das heutige Moldawien. Viele lockte auch die damalige Reichshauptstadt Wien, sie kamen als Lehrer, Beamte und Polizisten, als Bahnarbeiter, Handwerker, Hausmädchen und Köchinnen. Bis heute haben sie dort ihre Spuren hinterlassen. Sie sind gegangen, um wieder neu anzufangen. Aus dem Nichts etwas zu schaffen und eine neue Existenz aufzubauen, das war ihr Lebensinhalt.

Und die Daheimgebliebenen? Sie lebten zwar in Armut, aber auch in tiefer Verbundenheit zum Böhmerwald, eng verwurzelt mit der Natur, die Herausforderung, Feind und Schönheit gleichzeitig bedeutete, und eng verwoben im Familienverbund. Jeder war mit jedem irgendwie verwandt – und, liebe Familie Berger, gestatten Sie mir die Vermutung, dass wir bei näheren Nachforschung sicher eine zumindest angeheiratete Verwandtschaft entdecken würden, denn meine Vorfahren stammen aus dem Nachbarort Fürstenhut, der zur gleichen Pfarrgemeinde gehörte, dem Ort Neugebäu, auf Tschechisch Nový Svět, also übersetzt „Neue Welt“. Eine neue Welt war diese entlegene Gegend für die Bewohner zu Beginn, schon rasch war sie ihnen Heimat geworden.
Umso mehr traf die Böhmerwäldler die Zäsur nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, als die meisten von ihnen von heute auf morgen ihre Höfe und ihr Land verlassen mussten, jeglichen Besitz verloren und in jeder Hinsicht entwurzelt wurden.
Wozu also die viele Mühe? Nach nicht einmal 200 Jahren sind vom Ort Passeken nur noch wenige, zumeist unbewohnte Häuser und Ruinen übrig geblieben, nur die bis heute genutzten Weiden erfüllen noch ihren Zweck. Die Schönheit der Natur wird heute durch den Nationalpark bewahrt, und hin und wieder sieht man Touristen, die zu Fuß oder mit dem Rad die Gegend erkunden. Über den Ort ist aber buchstäblich Gras gewachsen und auch der Wald, der seit Urzeiten die Landschaft prägt.

Was letztlich überdauert und was nicht, es liegt nicht in unserer Hand … Alois Berger, geboren am 18. Juni 1933 in Passeken im Böhmerwald, wurde gerade in diese Zeit hineingeboren, als die unselige Politik des Nationalismus bereits den Weg in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes wies. Die wirtschaftliche Situation war äußerst prekär und das politische Klima aufgeheizt. Wie fast alle Bewohner des Böhmerwaldes traf auch ihn das Schicksal der Vertreibung, ein Schicksal als nicht erbetener Flüchtling in einem zerstörten Deutschland, in einer ihm fremden Gegend, ein Neubeginn aus dem Nichts, und das als 13-jähriger, der neben dem Schulbesuch als Hütbub bei einem Bauern arbeitete. Wie diese Zeit für ihn war, kann er nur selbst am besten erzählen, doch sieht man ihn heute im Kreise seiner Familie, dann kann man wohl nur erahnen, wie wichtig der familiäre Zusammenhalt damals auch für den jugendlichen Alois gewesen sein muss.
Aus einem Lehrling in einer Schraubenfabrik in Ottobeuren wurde rasch ein wichtiger kaufmännischer Angestellter der Firma, die bald darauf nach Babenhausen übersiedelte. Sein Organisationstalent und seine Kommunikationsfähigkeit, vor allem aber sein kaufmännisches Geschick führten ihn bald in neue Positionen, trotz seines jugendlichen Alters. Doch Alois Berger tauschte eine mögliche Karriere gegen die Selbstständigkeit und gründete im Jahre 1955, also vor nunmehr 60 Jahren mit seiner Frau Edith selbstbewusst die Firma „Alois Berger Schrauben und Facondrehteile in Kaufbeuren-Neugablonz“.
Den weiteren Aufstieg der Firma, einer „Weltfirma“ würde man bei uns in Österreich sagen, zu schildern, hieße wohl Abteien nach Ottobeuren zu tragen, daher seien hier nur die wichtigsten Stationen erwähnt: schon 1959 wurden von Alois Berger Lehrlinge ausgebildet, in den späten 60iger Jahren wurden die Produktionsflächen erneuert und das heutige Verwaltungsgebäude eröffnet.
Die 70iger Jahre waren von weiteren Expansionsschritten geprägt, zunächst im noch nicht so weit entfernten Ummendorf, danach folgte die Expansion nach Kanada und die Gründung des heutigen Firmensitzes in Memmingen. Alois und Edith Berger bewältigten nicht nur weitere Firmen- und Standortgründungen, in der Schweiz, in den USA und schließlich in Polen und China, sondern sie verstanden es auch, das rasante Wachstum organisatorisch und vor allem personell so zu steuern, sodass auch die internen Strukturen mit den Entwicklungen Schritt halten konnten – eine Herausforderung, an der viele stark expandierende Firmen immer wieder scheitern.
Durch die Einbindung seiner Kinder und Enkelkinder in verantwortungsvolle Positionen der Berger-Firmengruppen schuf Alois Berger zusätzliche Management-Kapazitäten, und so konnte der wirtschaftliche Erfolg noch weiter ausgebaut werden. Einen Konzern in dieser Größe als Familienunternehmen zu führen und ihn wohlgeordnet an die nächste Generation zu übergeben ist wohl in heutigen Zeiten etwas Außergewöhnliches und Herausforderndes und zeichnet Alois Berger als Menschen, Unternehmer und Familienoberhaupt aus.
So wurden im Laufe von sechs Jahrzehnten aus 105 m² Produktionsfläche über 84.000 m². Aus zwei Mitarbeitern wurden mehr als 2400 – und das rund um den Erdball. Die Firmen der Berger-Gruppe gelten als überaus innovativ, „Präzision in Perfektion“ ist ihr Leitmotiv – und dieses Motiv bedeutet ständigen Wandel, ständigen Neubeginn und ein Durchhaltevermögen, das nur durch Fleiß, Beständigkeit und Halt in der Familie möglich war.
Alois und Edith Berger waren und sind nicht nur Vollblutunternehmer, sondern auch Mitgründer, Mitglieder, Sponsoren und Motor vieler Vereine in den Bereichen Sport, Tourismus und Entwicklungshilfe. Zur karitativen Tätigkeit möchte ich besonders die zahlreichen Projekte in Uganda hervorheben, einem von jahrzehntelangem Krieg und Bürgerkrieg immer noch gezeichneten Land.

Für ihr Lebenswerk wurden Alois und Edith mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht, zuletzt mit dem Bayerischen Verdienstorden durch Ministerpräsident Seehofer.
Der Ort Passeken im Böhmerwald existiert heute nicht mehr, nur die Weideflächen, die dem Geburtsort von Alois Berger den Namen gaben, sie ragen noch heute aus dem Wäldermeer hervor.
Was überdauert und was nicht, es liegt nicht in unserer Hand. Es liegt in der Hand derer, die es von uns übernehmen.
Alois und Edith Berger haben die Weideflächen geschaffen, für alle, denen sie heute Arbeit geben, für alle Kunden, die seit Jahrzehnten die hochwertigen Produkte beziehen und für viele von uns, die – wohl ohne es meist zu wissen – auf diese Produkte vertrauen, wenn sie zum Beispiel mit ihrem Auto sicher von A nach B gelangen. Wir verlassen uns einfach darauf, dass alles funktioniert und keine Schraube locker ist.
Vor allem aber haben Alois und Edith Berger die Weideflächen geschaffen für ihre große Familie, durch einen wohlvorbereiteten und klar geregelten Wechsel von Generation zu Generation. Und damit sind auch gute Voraussetzungen für ihre Kinder gegeben, die heute die weltweit agierende Firmengruppe weiterführen, und auch für ihre Enkel, die bereits im Unternehmen tätig sind.
Sehr geehrte Frau Berger, sehr geehrter Herr Berger! Die Auszeichnung, die wir Ihnen heute zukommen lassen möchten, ist nur eine von vielen und vielleicht nicht die bedeutendste. Sie soll sie und Ihre Familie erinnern, erinnern an den Fleiß, das Durchhaltevermögen und die Arbeit und Werte Ihrer Vorfahren, die einst das karge Land urbar machten. Und sie soll unser Zeichen des Dankes darstellen, für Ihre Leistungen, Ihr Lebenswerk und für all das, wofür Sie in Ihrer Familie, bei Ihren Mitarbeiter und Kunden stehen.
Wozu die viele Mühe? Ein kleines Dorf zu schaffen oder einen großen Konzern – das Leben und Schicksal zu meistern, immer bereit sein, neu zu beginnen und positiv nach vorne zu blicken, das soll uns ein Vorbild sein in einer Zeit, in der sich vieles zu wiederholen scheint und die uns gleichzeitig immer wieder vor völlig neue Herausforderungen stellt, von den rasanten technischen Entwicklungen und ihren Auswirkungen bis hin zur heute so aktuellen Flüchtlingssituation. Und für dieses Vorbild, das Sie uns, sehr geehrte Frau Berger, sehr geehrter Herr Berger durch ihr Wirken geben, möchten wir uns bei Ihnen recht herzlichen bedanken!

Vielen herzlichen Dank!

Dr. Gernot Peter, Krems/Österreich

Edith und Alois Berger. Hintere Reihe: Franz Pschierer – Staatssekretär, Christoph Lippert – Bundesgeschäftsführer Sudetendeutsche Landsmannschaft, Dr. Gernot Peter – Im Vorstand Heimatkreis Prachatitz, Edmund Schiefer – Stiftungsrat Heimatkreis Prachatitz, Hans Joachim Weirather – Landrat des Landkreises Unterallgäu